Wir müssten aufhören, zu liebedienern

Eine Retrospektive würdigt Edwin Zbonek, einst Mitbegründer der Viennale, als Filmemacher

Einführung: Michael Omasta | Feuilleton | aus FALTER 07/16 vom 17.02.2016

Von A wie Antel bis Z wie Zbonek: Im kleinen Alphabet des heimischen Nachkriegsfilms gebührt Edwin Zbonek ein Ehrenplatz. Er verkörperte als Filmemacher exakt das Gegenteil des ungleich bekannteren Franz Antel, als da wären: Sinn für die Realität, ein Interesse an Themen der Zeit und an internationaler Filmkunst.

Zbonek -1928 in Linz geboren, 2006 in St. Pölten gestorben -begann nach einem Regiestudium am Reinhardt-Seminar als Filmkritiker beim Rundfunk zu arbeiten und organisierte Sonntagsmatineen im Künstlerhaus, bei denen Werke gezeigt wurden, die hierzulande sonst nicht im Kino zu sehen waren. Daraus ging 1960 das Wiener Filmfestival Viennale hervor, das Edwin Zbonek ab 1972 wiederum 15 Jahre lang als Direktor führte. Quasi nebenbei war er noch künstlerischer Leiter des Theaters der Jugend.

"Am Galgen hängt die Liebe" lautet der reißerische Titel seines ersten Kinofilms, den er 1960 in Österreich für eine deutsche Produktionsfirma realisierte. Die Handlung geht auf Ovid zurück,

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige