Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Birkenwasser

Die Birke reinigt von innen und schmückt nicht nur als Furnier

Stadtleben | MS | aus FALTER 07/16 vom 17.02.2016

Manchen Bestandteilen der Birke sagt man positive Eigenschaften für den Menschen nach. So gibt es den Chaga-Pilz, eine für den Baum schädliche Geschwulst, die selbst bei schweren Krankheiten helfen soll. Xylit, das aus der Rinde gewonnen wird, süßt überraschend gut und schützt die Zähne.

Und dann wäre noch Birkenwasser. Dieses spezielle Wasser hat keinen herausragenden Eigengeschmack. Seine Besonderheit liegt darin, dass es durch den Baum gefiltert wurde und so "wertvolle" Bestandteile enthält. Die Birke pumpt gerade im Frühjahr eine besonders große Menge Wasser (bis zu 100 Liter) aus der Erde und ein Teil davon wird traditionellerweise für alle möglichen Angelegenheiten des Reinigens angezapft - vor allem in Finnland, wo sie forstwirtschaftlich betrachtet die wichtigste Laubbaumart ist. Die Palette reicht von Zellulose, Furnier bis eben Birkenwasser. Die Birke liebt das Licht, und wenn nach einem sogenannten Kahlschlag eine wieder besonders schnell wächst, dann ist sie es. Sie wird daher auch als Pionierbaumart bezeichnet.

Nun hat die Firma Birkengold, ein Zwischenhändler für Xylit, Birkenwasser im 330-Milliliter-Plastik-Format herausgebracht, das man nur in Bioläden erhält. Alle drei Sorten - pur, Holunder, Limette-Ingwer - schmecken nicht schlecht. Das schaffte man selbst bei "pur" mithilfe von Ascorbin-und Zitronensäure. Die Verpackung ist allerdings fad und an den Preis muss man sich erst gewöhnen (circa €2,50 ).


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