Deutschland auf dem Weg zur Zwei-Drittel-Demokratie

Politologen der Technischen Universität Dresden legen eine Studie über Pegida und deren Verbindungen zur AfD vor

Politik | Rezension: Christine Zeiner | aus FALTER 07/16 vom 17.02.2016

Ein Montagabend in Dresden, wenige Tage nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo. "Lieber aufrecht zu Pegida - als morgen auf Knien nach Mekka" steht auf einem Schild, das durch die Innenstadt getragen wird. Ein Mann nickt anerkennend: "Die lassen sich jede Woche was einfallen, die geben sich richtig Mühe", sagt er im Vorbeigehen.

Vor einem Jahr hatte die Protestbewegung Pegida, gemessen an den Teilnehmerzahlen, den vorläufigen Höhepunkt erreicht. Bis zu 25.000 selbsternannte "Patriotische Europäer" demonstrierten in Dresden gegen die "Islamisierung des Abendlandes". Dann wurden es wieder weniger, bis Angela Merkel angesichts steigender Flüchtlingszahlen "Wir schaffen das" verkündete. Dennoch: Pegida verbuchte aus verschiedenen Gründen nicht mehr den Erfolg vom letzten Winter - auch nicht am Samstag Anfang Februar. Die Organisatoren hatten versucht, das nachzuholen, was bisher gescheitert war: Pegida zu einer europäischen Massenbewegung zu machen.

Man kann die "Patriotischen Europäer"


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige