Kunst Vernissagen

Als Maler noch Revolutionäre waren

Lexikon | NS | aus FALTER 08/16 vom 24.02.2016

In der Schau "Chagall bis Malewitsch. Die russischen Avantgarden" präsentiert die Albertina Leihgaben des Staatlichen Russischen Museums Sankt Petersburg. Die meisten Gemälde entstanden in der Umsturzepoche zwischen 1910 und 1920, als keine Künstlergruppe ohne Programm auftrat. Die Schau veranschaulicht die Entwicklung vom Primitivismus, der sich etwa der russischen Volkskunst zuwandte, bis hin zum Suprematismus, der in Malewitschs "Schwarzem Quadrat" gipfelte. Die politische und die künstlerische Revolution gingen streckenweise Hand in Hand. Ein Fokus liegt auf dem Publikumsliebling Chagall, der zunächst von den Sowjets begeistert war, aber als Reaktion auf Lenins Säuberungsaktionen seine Heimat 1922 verließ.

Albertina, Do 19.00, bis 26.6.


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