Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Glockengassenviertel: Rotlicht-Labyrinth und Multikulti

Stadtleben | Lokalaugenschein: Florian Holzer | aus FALTER 08/16 vom 24.02.2016

Wer sich in dem Gasselwerk zwischen Rotensterngasse, Praterstraße, Heinestraße und Taborstraße nicht verirrt, hat entweder eine besondere Orientierungsgabe oder kennt sich aus. Alle anderen irren und wundern sich, wenn sie wieder rauskommen, wo sie sind. Und während des Irrens wird man Zeuge eines in Wien doch recht einzigartigen Konglomerats aus Stundenhotels, Rotlichtbars, kleinen Handwerksbetrieben, afrikanischen, türkischen, jüdischen und russischen Cafés und Geschäften. Fast ein bisschen wie in New York, nur grauer.

Das dekadente Osterei

Das Spektrum ist jedenfalls enorm, als da zum Beispiel seit drei Jahren das Schwesterlokal des Futuregarden, die New Bar, wäre. Vom Konzept her ähnlich angelegt, also Purismus pur, viel Musik, ein bisschen Kunst, eine Bar, die quasi nichts vorgibt - in der man sein kann, wie man sein will.

Oder das kleine Studio der Linzer Keramikkünstlerin Gudrun Gross namens gudshapes: Keine Vitrinenstücke wolle sie machen, sagt die junge Frau, sondern mit


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige