Kommentar Sozialpolitik

Die Mindestsicherung muss bleiben. Aber sie braucht Reform

Falter & Meinung | Florian Klenk | aus FALTER 08/16 vom 24.02.2016

Neos-Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn ist ein engagierter Citoyen. Er betreut - gegen den Widerstand des Bürgermeisters und der schwarzgrünen Salzburger Landesregierung - Flüchtlinge in einem seiner Hotels und er verfolgt offenbar auch ihr Schicksal - und zwar mit offenem Herzen und kritischem Blick. Dabei fördert er Zustände zutage, die vor allem jene interessieren sollten, die einen funktionierenden Sozialstaat verteidigen: SPÖ und Grüne.

Schellhorn schilderte der Presse, ein von ihm betreuter Flüchtling habe - nach einem Beratungsgespräch mit einer NGO - seinen Job als Hausmeister in Salzburg gekündigt und sei samt Kindern und Familie nach Wien übersiedelt. Dort würden die Vertriebenen rund 35.000 Euro netto an Sozialleistungen beziehen.

Ja, ein Einzelfall. Nicht exemplarisch. Die meisten kriegen nicht so viel. Aber doch bedenklich. Schellhorn liefert, wenn man ihn darauf anspricht, entsprechende Berechnungen eines Steuerberaters nach: die Zahl dürfte - grosso modo - stimmen.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige