"Ich finde den aufgestockten Kasten super"

Keine Guggenheim-Lösung: Direktor Matti Bunzl will, dass sein Museum ein Wohnzimmer für die Stadtbewohner wird

Feuilleton | Interview: Stefanie Panzenböck | aus FALTER 08/16 vom 24.02.2016

Nicht vielen gefällt der alte Bau des Wien Museums von Oswald Haerdtl. Direktor Matti Bunzl ist sowohl ein Fan von ihm als auch von der geplanten Aufstockung.

Falter: Warum befürworten Sie das Gewinnerprojekt des Wettbewerbs?

Matti Bunzl: Die Ausgangslage war, dass das Wien Museum am Karlsplatz bleibt und der Haerdtl-Bau unter Denkmalschutz steht. Der Gewinnerentwurf hat für mich dieses Problem am überzeugendsten gelöst. Zudem hat er eine Sprache gefunden, die einerseits über das bestehende Gebäude hinausgeht -durch den schwebenden Baukörper als Aufstockung und die Plaza, die das Museum zum Platz hin öffnet -und andererseits das Moderate, Zurückhaltende des alten Baus weiterträgt.

Wäre es besser gewesen, den Haerdtl-Bau abzureißen?

Bunzl: Dass die Stadt Wien das Historische Museum der Stadt abreißt, das noch dazu denkmalgeschützt ist, wäre ein seltsamer Schritt gewesen. Aber sicher auch interessant. Persönlich bin ich ein Fan des Haerdtl-Baus. Ich habe den Stil der Nachkriegsmoderne


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige