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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 08/16 vom 24.02.2016

Die Wege zum Ruhm sind in einer postmodernen, digitalisierten Medienwelt vielfältig. Einen ganz besonderen hat der Wiener Edin M. gewählt. "Jetzt spricht der Kebap-Rülpser", titelte die Tageszeitung Österreich vergangenes Wochenende. Denn "nach einem ausgedehnten Spaziergang durch den Prater biss Edin M. am Praterstern in seinen Kebap mit viel Zwiebel, spülte mit Cola nach und musste dann herzhaft rülpsen", berichtet das Gratisblatt. Dieses Zuviel an Luft kostete den Kebap-Rülpser 70 Euro.

So viel berechnete ihm ein Polizist wegen Verletzung des öffentlichen Anstands. Der Uniformierte war zufällig neben dem Rülpsmeister gestanden. Der Barkeeper mit der ungewöhnlich gut trainierten Luftröhre wird aber nicht nur von Österreich gefeiert. Die U-Bahn-Zeitung Heute hob den Rülps-Skandal vergangenen Montag sogar aufs Titelblatt. "Lautstarke Unterstützung für Edin M.!", schreibt Heute, denn ein Moderator des Privatsenders 88.6 lädt kommenden Samstag zur Unterstützung des Kebap-Tonmeisters zum "Rülps-Flashmob" in den Prater. Na Mahlzeit.


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