Der Vorplatz der Republik

Das Kontroverse über ein Haus der Geschichte in der Hofburg vergisst das große Ganze. Was könnte ein neues Museumsquartier sein?

Feuilleton | KOMMENTAR: MARTIN FRITZ | aus FALTER 09/16 vom 02.03.2016

Wenn man angesichts der Entwicklungen rund um den Heldenplatz davon spricht, dass in diesem von der imperialen Vergangenheit dominierten Areal ein zweites Museumsquartier entstehen könnte, muss die Frage nach Konzept und Koordination gestellt werden.

Ganz abgesehen davon, dass dem Stadtplaner Klaus Steiner zuzustimmen ist, wenn er im Falter betont, dass die Bedeutung dieses Stadtraums weit über den eines reinen Museumsvorplatzes hinausgeht, wäre zu fragen, ob dort ein Museumsplatz, ein Geschichteplatz oder ein Platz der Republik entstehen sollte?

Zum Status quo: Viele miteinander nicht verknüpfte Prozesse müssten konzeptiv geschärft und planerisch zusammengeführt werden. Von Ost nach West: Unter der Federführung der Burghauptmannschaft bestehen seit Jahren Bemühungen, ein nachvollziehbares Gesamtkonzept für die touristische Infrastruktur der Hofburg zu entwickeln.

Der Dauerbrenner eines Besucherzentrums steht ebenso auf der Agenda wie eine Tiefgarage für den Heldenplatz, mit dem


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