Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Am Gestade: Ein Ende der kulinarischen Agonie?

Stadtleben | LOKALAUGENSCHEIN: FLORIAN HOLZER | aus FALTER 09/16 vom 02.03.2016

Immer wieder seltsam, dass manche Grätzel trotz tektonisch-architektonischen Potenzials und bester Lage nicht so recht in Schwung kommen. Passauer Platz, Concordiaplatz und Hohe Brücke, zum Beispiel: mitten in der City, mit bemerkenswerten Bauwerken aus 550 Jahren, eine großzügig angelegte Treppe, wie es sie in Wien sonst kaum gibt, und ein richtig schöner, kleiner Stadtplatz -der halt aber nur als Parkplatz dient.

Und sonst: Leerstände allenthalben, zu vermieten, zu verkaufen, gerade einmal Friseure scheinen hier Konjunktur zu haben, aber dass man auf der Treppe beim Hannakenbrunnen keinen Kaffee trinken und unter der Hohen Brücke keine Bratwurst essen kann, ist Feng-Shui-mäßig schlichtweg falsch.

Ceviche am Gestade Aber okay, dem Verfall scheint auch ein bisschen Leben entgegenzuwachsen. Mit dem Q'ero zum Beispiel, das ein Halb-Peruaner-halb-Tiroler vorigen November aufmachte und hier einerseits die Kultur des peruanischen Nationalgetränks Pisco, andererseits die peruanische Küche


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