Kein Kinderfilm: Die neunjährige Zita Gaier brilliert in "Maikäfer flieg"

Feuilleton | aus FALTER 09/16 vom 02.03.2016

Saustall, Oaschlecha, Nazi-Verbrecher, schimpft die Oma vor sich hin. Die kleine Christine hingegen erlebt den Krieg, das Chaos nach den Bombenangriffen und das Nahen der gefürchteten Sowjetarmee als großes, unvergessliches Abenteuer.

"Maikäfer flieg" führt zurück nach Wien im Frühjahr 1945, genauer gesagt: in eine Villa nach Neuwaldegg, wo Christl, ihre Mutter und ihre Schwester bei der Familie eines gefallenen Luftwaffen-Offiziers unterkommen. Und ein paar Tage vor den Russen steht auch noch Christines Papa vor der Tür, der mit Granatsplittern im Bein desertiert ist.

Ein "Kinderfilm" ist diese überwiegend von Frauen produzierte Arbeit - Regie: Mirjam Unger, Drehbuch: Sandra Bohle, Vorlage: Christine Nöstlinger, Kamera: Eva Testor, Schnitt: Niki Mossböck, Musik: Eva Jantschitsch, Produktion: Gabriele Kranzelbinder - nicht wirklich. Dennoch findet der Film seine stärksten Momente immer dann, wenn die diversen heimischen Publikumslieblinge und die mitunter antelesk outrierenden Rotarmisten die Szene geräumt haben.

Bei der neunjährigen Christl (Zita Gaier) könnte sich so mancher Profi noch etwas abschauen. F

Kinostart am 11.3. Diagonale-Tipps siehe Falter:Woche, S. 45


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