Theater Kritiken

"Badluck": Mosaik von Fragen und Antworten

Lexikon | Veronika Krenn | aus FALTER 09/16 vom 02.03.2016

Fünf Männer und eine Frau treten ins Bühnenlicht, sie zeigen Videos, präsentieren Lieder, befragen einander. Alltagsmomente aus dem Irak und Syrien flackern auf. Die Akteure erzählen von ihrer Arbeit, ihren Lieben, Erschießungen und Flucht. "Badluck", ein Projekt von Karl Baratta und Natascha Soufi, zeichnet den Einschnitt nach, den das Jahr 2011 bedeutete: Hayder ist Schauspieler, sein Haus wurde zerbombt. Der Rapper Mohamed studierte englische Literatur, er ist stolz, dass ihn die Erlebnisse nicht zum Psycho werden ließen. Die Sängerin Noor hört, wenn sie singt, noch die Bomben. Nach und nach schälen sich aus der anonymen Masse von Asylsuchenden sechs Individuen mit Anliegen und Träumen, denen man gerne zuhört.

Theater Nestroyhof Hamakom, Sa 14.00


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