Landrand Ruralismus

Wahl in Tirol: Gulasch oder Frittaten?

Landleben | aus FALTER 09/16 vom 02.03.2016

Oder doch lieber Grießnockerlsuppe? Das war die Wahl, die die Bewohner der Ortschaft Gramais am Sonntag hatten. Anders als im restlichen Tirol fand in der Kleingemeinde keine Kommunalwahl statt - mangels Kandidaten.

Doch während die Gramaiser immerhin noch freie Suppenwahl hatten -zugunsten "unserer syrischen Flüchtlingsfamilie" -, stand in 107 Gemeinden der Bürgermeister schon vorher fest, weil es jeweils nur einen Kandidaten gab. Dass die Bewohner solcher Orte keine Wahl gehabt hätten, stimmt aber auch wieder nicht. Sie konnten: hingehen oder auch nicht. Außerdem: gültig wählen oder nicht.

In Hinternhornbach, wo es wie in 31 anderen Gemeinden nur eine Liste anzukreuzen gab, nutzten die Bewohner ihre demokratischen Rechte. Nach 100 Prozent Wahlbeteiligung und ebenso vielen gültigen Stimmen blieben diesmal etliche zu Hause, und fast ein Viertel wählte ungültig. Ha, so geht's ja wirklich nicht! Beim letzten Mal war wenigstens noch ein Krimi geboten worden: Es rang die "ÖVP Gemeindeliste Hinterhornbach" mit der "ÖVP gemeinsam für Hinterhornbach". Das Duell endete mit 42 zu 41 Stimmen.


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