Nachgesehen Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Endstation Thaliastraße: Die U6 hat ein Drogenproblem

Politik | NINA BRNADA | aus FALTER 09/16 vom 02.03.2016

Da soll der Bezirksvorsteher von Neubau, Thomas Blimlinger (Grüne), einem zeigen, was er meint. Oder was die vielen E-Mail-Schreiber meinen, die sich bei ihm seit kurzem immer öfter über die wachsende Drogenszene entlang der U-Bahn-Linie U6 beklagen: Station Thaliastraße, zwei junge Schwarze, sie werden sich später als Nigerianer vorstellen, stehen vor den Entwertern und schäkern mit den Polizisten. Ein dritter wurde hinter eine der grauen Stationstüren geführt, über deren Zweck kein Mensch nachdenkt, ehe er Zeuge solcher Szenen wird. Ausziehen, nichts gefunden, anziehen, Gelächter. Am anderen Ende des Bahnsteigs, Ausgang Lerchenfelder Gürtel, der zu den Trampelpfaden und zum Bus 48A führt, lauert unterdessen ein halbes Dutzend junger Afrikaner.

Das größte Problem sei der Cannabishandel, sagen Blimlinger und Birgit Hebein, Sozialsprecherin der Wiener Grünen. Eine Legalisierung würde helfen, glauben sie.


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