"Die Jägerschaft ist ja dumm"

Karl Liechtenstein erzählt, warum Gatterjagd für ihn Tierquälerei ist, wie mafiös die offizielle Jägerschaft ist und warum er es anders macht

Landleben | Protokoll: Gerlinde Pölsler | aus FALTER 10/16 vom 09.03.2016


Foto: Roman Märzinger / ChromOrange / picturedesk.com

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Eine Perversion, ein Missbrauch der Jagd“: Der offene Brief der Wildbiologin Karoline Schmidt spaltete die Jägerschaft. „Wir fordern ein gesetzliches Verbot der Jagd auf eingesperrtes Wild und auf gezüchtete Tiere“, schrieb sie – und griff damit in Österreich weit verbreitete Praktiken an. Unterzeichnet hat den Brief auch der Jäger und altem Adel entstammende Großgrundbesitzer Karl Liechtenstein. „Karl, wie kannst du“, bekam er zu hören. Im Falter erklärt er seine Gründe.

„Als mich Dr. Karoline Schmidt gefragt hat, ob ich ihren offenen Brief gegen Gatterjagd und das Jagen gezüchteter Tiere unterschreiben würde, habe ich sofort gesagt: Auf jeden Fall. Wobei ich den Begriff Jagd in dem Zusammenhang nicht gern verwende. Es ist eher ein reines Zielscheibenschießen. Das können die Leute gern im Schießkino machen, aber mit Lebewesen darf man das nicht machen. Es ist wichtig, dass es Jäger gibt, die sagen: Damit bin ich nicht einverstanden. Von der nichtjagenden Bevölkerung werden diese Dinge nämlich auf die gesamte Jägerschaft umgelegt.


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