"Siedelt sich der Luchs wieder an, dann höre ich auf"

Trophäenkult, Gatterjagd und Abknallen halbzahmer Vögel: Immer mehr Jäger wollen all das nicht mehr - oder steigen gar aus

Landleben | Wild- Und Waldforschung: Gerlinde Pölsler | aus FALTER 10/16 vom 09.03.2016

Was will der Martin Balluch da zusammen mit drei Jägern? Das mag sich der steirische Landesrat Johann Seitinger (ÖVP) gedacht haben, als kürzlich in seinem Büro der oberste Tierschützer des Landes, flankiert von drei Jägern, zur Tür hereinkam. Auf den ersten Blick Vertreter völlig konträrer Interessen, wollten alle vier dasselbe vom Jagdlandesrat: Er möge endlich das Aussetzen gezüchteter Fasane, Rebhühner und Enten verbieten. Derzeit ist dies bis vier Wochen vor Beginn der Jagdzeit erlaubt, "damit werden Vögel aus der Massentierhaltung zum Abschuss hergenommen", sagt Balluch. Das findet auch Franz Puchegger, ein in der Wolle gefärbter Jäger, der Balluch begleitete, inakzeptabel.

Eingesperrte Rehe, auf die Hunde gehetzt werden, die in ihrer Panik immer wieder gegen den Zaun donnern. Das Schießen auf Wildschweine in Gattern, der Trophäenkult: All das stößt zunehmend auch innerhalb der Jägerschaft auf Ablehnung. Dies zeigte auch der offene Brief der Wildbiologin Karoline


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