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Über Alma Mahler und eine lebensgroße Puppe

Lexikon | SF | aus FALTER 10/16 vom 09.03.2016

Mit sieben Jahren wurde Julya Rabinowich (Jg. 1970), wie sie es in einem Interview einmal ausdrückte, "entwurzelt und umgetopft", als sie von St. Petersburg nach Wien kam. Die Rabinowichs waren eine jüdische Künstlerfamilie, der inzwischen verstorbene Vater Maler. Die Tochter schrieb schon früh recht ernsthaft, dann lange nicht und gelangte in ihren Dreißigern zurück zur Literatur. Der Durchbruch glückte mit dem autobiografischen Debüt "Spaltkopf"(2009). Es folgten Bücher wie "Die Erdfresserin" (2012), ein Roman über eine Frau am Rande des Nervenzusammenbruchs. Rabinowichs neuer Roman "Krötenliebe" kreist um Alma Mahlers Kindheit, Paul Kammerers Selbstmord und Oskar Kokoschkas Beziehung zu einer lebensgroßen Puppe. Es lesen die Autorin und Markus Meyer, anschließend gibt es ein Gespräch mit Christian Ankowitsch.

Burgtheater-Vestibül, Mo 20.30


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