Nachgesehen

Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Politik | Stefanie Panzenböck | aus FALTER 10/16 vom 09.03.2016

Schloss Schönbrunn: Größerer Parkplatz lässt Wogen hochgehen

So sieht kaiserliches Parken aus: 230 Pkw neben 72 Reisebussen in Reih und Glied. Laut dem derzeit zur Begutachtung aufliegenden Flächenwidmungsplan-Entwurf könnte bald eine riesige Ansammlung blecherner Vehikel gegenüber dem Schloss Schönbrunn offen abgestellt werden. Das Projekt heißt "Imperial Parking". Dass eine Weltsehenswürdigkeit ein Parkplatzproblem hat, ist nicht verwunderlich. Doch der Bauherr Bund hatte schon bessere Lösungsvorschläge. Vor 14 Jahren entschied ein Preisgericht in einem Architekturwettbewerb, dass die Bundesstraße vor dem Schloss abgeschwenkt, also teilweise verlegt, und eine Tiefgarage gebaut werden soll. Damit wäre die Umgebung des Schlosses verkehrsberuhigt und begrünt. Heute ist davon keine Rede mehr, die Umgestaltung sei zu teuer, sagt die Schloss Schönbrunn Betriebsgesellschaft. Bezirksvorsteherin Silke Kobald (ÖVP) will das nicht hinnehmen und die Tiefgarage in der Widmung verankert sehen.


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