Brumm, brumm

Der Staat begünstigt Diesel steuerlich gegenüber Benzin. Warum lässt er so viel Geld auf der Straße liegen?

Politik | Nachforschung: Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 10/16 vom 09.03.2016

Die Klagenfurter Straße ist eine lange Gerade, die aus dem Westen Völkermarkts hinausführt. Dort, wo linker Hand der Wald beginnt, liegt auf der rechten Seite die Tankstelle Rudolf. Anfang dieser Woche, um die Mittagszeit, kostete der Liter Diesel dort 0,849 Euro. Der Spritpreisrechner der E-Control zeigt: Nirgendwo in Österreich konnte man billiger tanken als dort.

0,849 Euro. Wer hätte diesen Preis im Jahr 2012 für möglich gehalten, als ein Liter Diesel 1,47 Euro kostete? Seit geraumer Zeit flutet Saudi-Arabien den Markt mit billigem Öl. Es ist eine Preisschlacht um die Vorherrschaft auf dem internationalen Energiemarkt im Gange. Profiteure davon sind Österreichs Autofahrer. Sie tanken Treibstoff zu Dumpingpreisen.

Mitte Februar berechnete das Wirtschaftsforschungsinstitut in einer Studie, wie viel Geld der Staat jährlich für Maßnahmen ausgibt, die die Umwelt zerstören: 4,7 Milliarden Euro. Die teuerste einzelne Förderung laut Wifo: Der Staat bevorzugt Diesel steuerlich gegenüber


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