Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Nußdorfer Markt: kein Markt mehr, dafür umso besser

Stadtleben | Lokalaugenschein: Florian Holzer | aus FALTER 10/16 vom 09.03.2016

Man soll Toten ja nichts Schlechtes nachsagen - aber der Nußdorfer Markt an der Heiligenstädter Straße war wirklich nicht das Gelbe vom Ei. Ein typischer Fall eines hoffnungslosen Vorstadtmarktes, dessen Vorteile über Jahrzehnte nicht erkannt beziehungsweise missachtet beziehungsweise dem Autoverkehr und Großhandel geopfert wurden. Diverse Renovierungsund Revitalisierungsprojekte seit den 70ern verliefen halbherzig oder unprofessionell, geblieben sind sechs Geschäfte.

Hier ist alles knusprig

Anders als etwa der Johann-Nepomuk-Vogl-Markt oder der Simmeringer Markt trocknet der Nußdorfer Markt allerdings nicht langsam in Richtung Markt-Mumie aus, sondern gewann in den vergangenen zwei Jahren an Frische. Die Blumenhandlung wurde neu übernommen, das Geschäft für Anglerbedarf blieb so gut wie es eh schon war. Vor allem aber kam eine neue Pizzeria dazu, die zwar hauptsächlich auf Zustellung ausgelegt ist und auch ein wenig zur Unbescheidenheit neigt ("Beste Pizza der Stadt"), aber immerhin


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