"Ich wurde freigesprochen"

Wie Peter Westenthaler die Aufhebung zweier Freisprüche durch den Obersten Gerichtshof sieht

Politik | Prozessbericht: Florian Klenk | aus FALTER 10/16 vom 09.03.2016

Peter Westenthaler sieht besser aus. Er hat abgenommen, wirkt trainiert, sein Gesicht gleicht nicht mehr einem mit Speck polierten Osterei. Westenthaler schäkert mit den Journalisten, er ist jetzt nicht mehr Kampfhund der Rechtspopulisten, sondern Immobilienmakler. In einer Prozesspause erzählt er, dass er schon 150.000 Euro an Anwaltskosten ausgegeben habe. Seit sechs Jahren ziehe sich sein Prozess schon hin - und jetzt wird er den Anwälten wohl wieder ein paar Zehntausender hinlegen müssen.

Peter Westenthaler, einst Jörg Haiders Kofferträger, dann Klubobmann von FPÖ und später BZÖ in Wendezeiten, steht hier, weil er die Republik als Bundesliga-Funktionär um mehr als eine Million Euro betrogen und als Beitragstäter einer Untreue die Lotterien um 300.000 Euro erleichtert haben soll.

Der erste Vorwurf betrifft eine Sonderförderung, die er von der Republik für die Bundesliga bekommen hat (Westenthaler saß dort im Vorstand). Er hat mit dem Geld nicht Vereine gefördert, sondern


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