Frauentag: War da noch was?

Wenn rote Frauenpolitik darin besteht, das vorzeitige Pensionsantrittsalter zu verteidigen, ist sie abgemeldet


Kommentar: Barbara Tóth
Falter & Meinung | aus FALTER 10/16 vom 09.03.2016

Wer zum Frauentag wissen will, wie ganz und gar defensive Frauenpolitik aussieht, höre sich Gabriele Heinisch-Hoseks Aussagen einmal genau an.

Das Frauenpensionsantrittsalter, zum Beispiel. Es darf keinesfalls fünf Jahre früher als geplant erhöht werden, erzählt uns die rote Frauenministerin. Sie argumentiert mit dem traurigen Status quo. Weil es jetzt schon gut ein Drittel älterer Frauen gebe, die arbeitslos sind, bevor sie in Pension gehen, müsse man diese davor schützen, noch länger zu warten.

Für die anderen zwei Drittel fühlt sie sich offensichtlich nicht verantwortlich. Für jene also, die jetzt schon bis 65 arbeiten wollen, aber von ihren Arbeitgebern sicher nicht unterstützt werden, solange das gesetzliche Frauenpensionsantrittsalter nicht angeglichen wird. Erst 2033 wird es soweit sein. In anderen Ländern, Norwegen, Dänemark und Island etwa, arbeiten Männer wie Frauen schon heute völlig selbstverständlich bis 67.

Heinisch-Hosek fühlt sich offensichtlich auch nicht

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