Gaudibursch trifft Serienkiller

Der deutsche Schriftsteller Heinz Strunk wurde mit satirischen Romanen bekannt. Nun führt er in die Kneipenwelt eines Frauenmörders, die trostloser nicht sein könnte

Feuilleton | Rezension: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 11/16 vom 16.03.2016

Die Bücher von Heinz Strunk kreisten bislang ausschließlich um -Heinz Strunk. "Das muss jetzt auch mal reichen", befand der Hamburger Autor, Musiker und Schauspieler vor drei Jahren im Falter-Interview, da hatte er gerade den tragikomischen Roman "Junge rettet Freund aus Teich" veröffentlicht. "Ich kann auch nicht aus einem endlosen Fundus an Geschichten schöpfen. Die nächsten Bücher müssen fast zwangsläufig fiktional sein."

Drei Jahre später steht er mit seinem jüngsten Roman "Der goldene Handschuh" auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse. Die Chancen, dass der vom Feuilleton lange nicht wirklich ernst genommene Spaßvogel und Erfolgsautor ihn auch tatsächlich gewinnt, stehen gar nicht schlecht.

Es wäre nicht die erste merkwürdige Wendung in der Laufbahn des 1962 geborenen Mathias Halfpape, der nach einer Jugend im Zeichen von sehr viel Akne und Selbstbefleckung mit 20 zur Überzeugung gelangte, dass er irgendwas mit Kunst und Kultur machen wollte - nur nicht


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