"Geprägt vom traditionellen Männerbild"

Gabriele Langer, Leiterin der Base 20, über die Ursachen der Jugendgewalt in der Brigittenau

Politik | Interview: Nina Horaczek | aus FALTER 11/16 vom 16.03.2016

Messer, Eisenstangen, Holzlatten. Am Samstag vor zwei Wochen attackierten etwa 50 aus Afghanistan stammende Jugendliche eine Gruppe von etwa 20 jungen Tschetschenen vor dem Jugendzentrum Base 20 in Wien-Brigittenau. Sieben Personen wurden verletzt, zwei schwer.

Der Falter fragte Gabriele Langer, Leiterin der Base 20, nach den Ursachen für die massive Gewalt zwischen Migranten.

Falter: Wie kann es zu einer derartigen Eskalation zwischen jungen Afghanen und Tschetschenen kommen?

Gabriele Langer: Die Polizei ermittelt noch. Der Auslöser war anscheinend eine Beleidigung auf Facebook. Was genau das war, wissen wir aber noch nicht.

Warum ist das gerade vor Ihrem Jugendzentrum passiert?

Langer: Die Geschichte hat nicht direkt mit der Base 20 zu tun. Sie wird uns nur zugeschrieben, weil ein Teil der an dieser Massenschlägerei Beteiligten Stammbesucher bei uns sind. Einen Teil der tschetschenischen Burschen, die an diesem Samstag nahe unserem Zentrum von afghanischen Jugendlichen attackiert wurden,


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