Invasoren, Dschihadisten und Zeitbomben

Wie die FPÖ vergangenen Montag den Liesinger Platz in eine rechte Polit-Geisterbahn verwandelte

Politik | Beobachtung: Nina Horaczek | aus FALTER 11/16 vom 16.03.2016

Es hat sich etwas verändert. Schon kurz nach fünf rieseln die Leute in Gruppen auf dem Liesinger Platz ein. Obwohl erst ab 18 Uhr demonstriert wird.

Da warten sie schon in ihren warmen Jacken, mit Hauben auf dem Kopf und rotweiß-roten Papierfähnchen in der Hand.

Lud die FPÖ früher zu Demonstrationen, etwa Anfang der 2000er-Jahre, als die Freiheitlichen gegen den Irakkrieg auf die Straße gingen, oder vor ein paar Jahren, als FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache gegen die angebliche Islamisierung mit einem Holzkreuz auf der Straße predigte, kamen meist nur ein paar Versprengte, selten wenige Hundert, wenn es ganz viele waren.

Heute, am Liesinger Platz, sind es viel viel mehr, die auf Einladung der FPÖ gegen eine Flüchtlingsunterkunft demonstrieren -von der Polizei mit vielen Tretgittern und großem Abstand getrennt von jenen, die sich auf der anderen Seite des Platzes versammelt haben, um für Flüchtlinge Stimmung zu machen.

Richtig multikulti geht es gleich zu Beginn bei der FPÖ-Demo


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