Handbuch für Radikale

Klaus Werner-Lobo beschreibt, wie aus der Dauerempörung produktive, politische Energie werden kann

Politik | Rezension: Robert Misik | aus FALTER 11/16 vom 16.03.2016

In einer saturierten Gesellschaft, in der sich scheinbar alle mit Zuständen zufriedengeben, an denen nichts Zufriedenstellendes ist, in einer solchen Gesellschaft ist die Empörung eine Kraft, die Schwung in die Lähmung bringen kann. Aber in einer solchen Gesellschaft leben wir längst nicht mehr.

Im Gegenteil: Eher ist unsere Epoche von grassierender Wut geprägt. Rechts, links und in der Mitte, gelegentlich hat man den Eindruck, unsere Gesellschaft sei ein Sammelsurium der Dauerempörten. "Nach der Empörung" hat Klaus Werner-Lobo sein neues Buch deshalb genannt, das es genau mit dieser Problematik aufnehmen will. Untertitel: "Was tun, wenn wählen nicht mehr reicht".

"Wir werden zunehmend von Menschen regiert, die politikverdrossen sind, also selbst nicht mehr daran glauben, etwas ändern zu können

In der Gesellschaft hingegen steigt nicht die Politikverdrossenheit, sondern die PolitikerInnen-Verdrossenheit", schreibt Lobo und will Mut machen für ein "politisches Engagement abseits


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