Buch der Stunde

Darf Mutterschaft Spaß machen? Eine Streitschrift

Feuilleton | Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 11/16 vom 16.03.2016

Ein Buch mutig zu nennen bedeutet mittlerweile, dass es an einer Säule der Political Correctness rüttelt.

Als Alina Bronsky, erfolgreiche Romanautorin, und Denise Wilk, von Beruf Doula, das heißt Geburtsbegleiterin, ihren Bekannten erzählten, ein Buch über die "Abschaffung der Mutter" schreiben zu wollen, waren sie erstaunt über die Reaktionen.

Von der Sorge vor der sozialen Ächtung über den Ratschlag, unter Pseudonym zu schreiben, bis zu eisigem Schweigen war alles drinnen. Den beiden Müttern von insgesamt zehn Kindern war seitdem klar, an einem Hochrisikoprojekt zu arbeiten.

"Warum fällt es offenbar so schwer, anzuerkennen, dass Mütter mit ihren körperlichen, psychischen, zeitlichen und ökonomischen Ressourcen Leben schenken und die Gesellschaft von morgen gestalten?", fragen die Autorinnen und finden die Antwort in der neoliberalen Gesellschaft. Denn diese betrachte Frauen ausschließlich unter dem Blickwinkel der wirtschaftlichen Produktivität sowie mit einem lebensfremden


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