Musiktheater Kritik

Musical-Saga weint museal um Argentinien

Lexikon | HR | aus FALTER 11/16 vom 16.03.2016

Der deutsch gesungene Song "Don' t Cry for Me Argentina" kommt in "Evita" von Andrew Lloyd Webber bis zum Exzess immer wieder. Sonst ist außer routinierten Tango-Zitaten in der firm komponierten Musik nicht viel drinnen. Regisseur und Choreograf Vincent Paterson, der auch schon Madonna oder Michael Jackson inszenierte, lässt in der Show Generäle zu Schießbudenfiguren werden, das "Volk" rote Fahnen schwenken oder ein Heiligenbild der "Santa Evita" von einem Kinderchor anbeten und anschließend mit Seilen auf den Boden herunter. Keine Entdeckung ist die Hauptdarstellerin der 1952 an Krebs verstorbenen Eva Duarte-Perón. Ihr Mann Juan ist ein Pantoffelheld, Drew Sarich als "Che" überzeugend. Aber es lässt kalt.

Ronacher, Fr, Sa, Mi, Do 19.30, So 18.00, Di 18.30 (bis 28.6.)


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