Von nun an ging's bergab

Die Eröffnung der Falco-Ausstellung im Mozarthaus Vienna war wie die Schau selbst: unspektakulär, aber durchaus unterhaltsam

Feuilleton | Reportage: Gerhard Stöger | aus FALTER 11/16 vom 16.03.2016

Dienstagabend, zwei Stockwerke unter der Erde, mitten im Ersten. Was aussieht wie ein schicker Partykeller, nennt sich "Bösendorfer-Saal", ansonsten finden hier Klassikkonzerte statt. Schließlich ist das nicht irgendein Raum, sondern das Untergeschoß des Mozarthauses Vienna. Einst sei es der Weinkeller des Komponisten gewesen, wird der Direktor des Hauses gleich sagen, und ein älterer Herr wird besserwisserisch "Kohlenkeller!" murmeln.

Doch um Mozart geht es heute nur in zweiter Linie. Der Star des Abends, auch jung gestorben, verklärt und verkitscht, ist Falco, "das zweite Genie der Musikgeschichte Österreichs" (wieder der Direktor). Genau 30 Jahre ist es her, dass sein Lied "Rock Me Amadeus" Platz eins der US-Hitparade erobert hat. Eine große Geschichte, die nun eine kleine Ausstellung in Mozarts einstigem Keller würdigt.

"Rock Me Amadeus. The Story" heißt sie, als Kurator fungiert Falcos ehemaliger Tourmanager Edek Bartz. Die Schau ist klein und unspektakulär, gemacht für Fans


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