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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 11/16 vom 16.03.2016

Das Imperium schlägt zurück. Kaum hat Vizekanzler und ÖVP-Chef Reinhold Mitterleh ner geschimpft, dass der ORF Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) zum Diskussionssolo auf den Küniglberg geladen habe, er aber keinen auf Schmalspur-Merkel machen dürfe (siehe "Watchdog" diese Seite), schießt sich die Faymann-affi ne Kronen Zeitung auf den ÖVP-Chef ein. "Nach einer Total-Blamage von Vizekanzler Reinhold Mitterlehner in der 'ZIB 2' am Mittwoch steht der ÖVP-Chef vor dem Ende seiner innenpolitischen Laufbahn", verkündete Krone-Innenpolitikchef Claus Pándi.

Die Krone präsentiert gleich einen neuen starken Mann in der ÖVP: "Super-Basti" werde die Partei übernehmen, denn dieser "kann vor allem ältere Herren für sich begeistern", weiß die Krone. Und Kronen Zeitung-Altspatz wünscht Faymann noch "Toi, toi, toi" für dessen Fernsehauftritt. Weil aber Mitterlehner trotz Pándis Orakel im Amt blieb, gab es am Sonntag eine durchaus typisch österreichische Proporzlösung: Der Kanzler bekam das Einzelinterview im ORF, der Vizekanzler das Exklusiv-Sonntagsgespräch in der Krone.


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