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IT-Kolumne

Medien | Anna Goldenberg | aus FALTER 11/16 vom 16.03.2016

Ich probiere gerade ein neues Programm aus, es nennt sich selbst "Die gefährlichste Schreib-App". Die Anwendung funktioniert so: Man stellt eine Zeit ein - in meinem Fall fünf Minuten, denn ich möchte bescheiden beginnen - und fängt an zu schreiben. Pausiert man länger als fünf Sekunden, wird alles gelöscht. Fünf Sekunden! Das ist nicht viel. Einundzwanzig, zweiundzwanzig, dreiundzwanzig, vierundzwanzig, fünfundzwanzig. Und weg. Stress lass nach!

Sicherheitshalber schnell das Geschriebene kopiert; dann dachte ich fünf Sekunden lang erschöpft an Gott und die Welt und mein Mittagessen -und schon war der Text verschwunden. "You failed", erklärte mir ein rotes Pop-up-Fenster und bot mir an, mein Versagen auf Twitter zu teilen: "I wrote 63 words in 01:37 minutes - and then I died using The Most Dangerous Writing App." Danke, aber nein, danke. Vielleicht hilft die App (selbst ausprobieren auf themostdangerouswritingapp.com) manchen gegen Schreibblockaden, aber ich lass mich bei der Arbeit eh kaum ablenk ... Was gibt's eigentlich zum Mittagessen?


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