Liebling, es könnte spät werden

Eine Einigung mit den Heta-Gläubigern ist gescheitert. Jetzt kommt es entweder ganz schlimm. Oder noch schlimmer

Politik | Zwischenbilanz: Josef Redl | aus FALTER 11/16 vom 16.03.2016

Einen Versuch war' s wert. Mit finanzieller Unterstützung durch den Bund hat die Kärntner Landesregierung, genauer gesagt: der Kärntner Ausgleichszahlungsfonds, seinen Gläubigern ein Angebot gemacht. Ein Angebot, das man vernünftigerweise nicht hätte ablehnen können. 75 Prozent der aushaftenden Schulden hätten die Gläubiger sofort und ohne juristische Streitigkeiten erhalten. Nach der Abwicklung der Heta vielleicht sogar noch ein bisschen mehr.

Wer jemals im Geschäftsleben mit einem zahlungsunwilligen oder zahlungsunfähigen Gegenüber zu tun hatte, weiß: Das ist ein richtig gutes Angebot. Das Land Kärnten hat für Finanzierungen der einstigen Landesbank Hypo Alpe Adria Haftungen übernommen - im Ausmaß von rund elf Milliarden Euro. Eine Summe, die das wirtschaftlich schwächste österreichische Bundesland in hundert Jahren nicht zurückzahlen könnte. Aber immerhin: Drei Viertel davon, das wäre ungeschaut die größte Summe, die in der Geschichte der Zweiten Republik jemals


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