"Ich bin ein überassimilierter Österreicher"

Bundespräsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen möchte einen Kanzler Strache verhindern, die Nationalstaaten entmachten und ein Raucherkammerl in der Hofburg


Interview: Nina Horaczek
Politik | aus FALTER 12/16 vom 23.03.2016

Alexander Van der Bellen ist heiser. Beim Interview im Café "Stadtkind" packt der Professor statt der üblichen Zigaretten Halswehzuckerln aus. Die vielen Wahlkampftermine zeigen bei dem 72-Jährigen erste Spuren.

Am 24. April wird entschieden, wer Heinz Fischer als Bundespräsident in die Hofburg nachfolgen darf - oder zumindest, wer bei der Stichwahl vier Wochen später antreten wird.

Der Falter hat Van der Bellen zu seinem Amtsverständnis als möglicher Bundespräsident gefragt, danach, wie er die Zukunft der Europäischen Union sieht und wie er die europäische Flüchtlingsfrage lösen würde.

Was ist Ihre erste Erinnerung an einen Bundespräsidenten?

Alexander Van der Bellen (fragt seinen Pressesprecher): Wer war denn vor Kirchschläger?

Pressesprecher: War das Jonas?

Van der Bellen: Der Jonas. Zu dem könnte ich jetzt nichts sagen. Kirchschläger habe ich schon wahrgenommen. Von ihm hieß es, dass er 1968 als Botschafter in Prag Visa für Österreich ausgestellt hat, obwohl er die Weisung

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