TV-Kolumne

Zeit am Schirm

Medien | Matthias Dusini | aus FALTER 12/16 vom 23.03.2016

Die RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) findet auf einer Straße des jamaikanischen Städtchens Falmouth statt. Das Publikum besteht aus Jamaikanern, darunter auch einige Rastafaris mit Dreadlocks. Die bibelgläubigen Rastas lehnen den westlichen Lebensstil als sündiges Babylon ab, einige von ihnen sehen in den Taten der Weißen das Böse schlechthin. Nun ist ihnen der Teufel persönlich erschienen - Dieter Bohlen.

Er erniedrigt Kandidaten und Kandidatinnen, nennt ihre Leistungen "Hühnerkacke". Zu einem der jungen Sänger sagt er: "Wenn du da stehst, ist das so ähnlich wie eine Penisprothese: Die steht zwar, aber macht keinen Spaß." Die Bewohner Babylons verehren Bohlen wie einen Erlöser, obwohl er das Auge Gottes durch musikalischen Abfall beleidigt. Der Teufel trägt nicht Prada, sondern verspiegelte Sonnenbrillen und Poloshirts mit aufgestelltem Kragen, ein Stil, den man als Solariumrokoko bezeichnen könnte. "Der Gott des Friedens aber wird den Satan unter eure Füße treten in Kürze."(Röm 16,20)


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