Stadtrand Urbanismus

Willkommen im 21. Jahrhundert

Birgit Wittstock fehlen in Wien die grellen Lichter zur Großstadt

Stadtleben | aus FALTER 12/16 vom 23.03.2016

Seit Jahren rühmt sich Wien der City-Smartness: ein bisschen Digitalisierung hier, ein bisschen Innovation und Moderne da. Die Stadt rüstet auf, um in der Liga der internationalen Metropolen mitzuspielen. Kaum etwas repräsentiert das Großstadtgefühl so sehr wie grelle Lichter von Schriftzügen, Logos und Werbeschildern, die nachts die Straßenzüge beleuchten. In Wien? Nix Time Square. Hierzulande wird Werbung immer noch brav analog und aus Papier gebastelt.

Obwohl: Im November des Vorjahres brach - ziemlich im Stillen - eine neue Ära an. Seit damals nämlich stellt das Werbeunternehmen Gewista immer mehr digitale Screens - sogenannten E-Panels - in den öffentlichen Raum. Seither flimmern entlang der Mahü, in der Innenstadt und auf der Landstraßer Hauptstraße strahlend bunte Spots über die Flatscreens. Vom großen Tokio-Feeling ist man zwar trotzdem weit entfernt, aber vielleicht gelingt Wien ja irgendwann wenigstens der Anschluss an Bukarest. In der rumänischen Hauptstadt erhellen nämlich schon seit fast einem Jahrzehnt überlebensgroße Screens die Innenstadt.


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