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Fashionblogger werden von Tausenden gelesen und von den wichtigsten Marken hofiert. Wie machen sie das?

Medien | Stilbruch: Lukas Matzinger | aus FALTER 12/16 vom 23.03.2016


Foto: Christopher Mavric

Foto: Christopher Mavric

Startseite. Die Autorin steht an einem Strand der Malediven. Sie schaut aufs Meer hinaus, man sieht ihr Haar, die Armreifen über den Handgelenken und ihren Rücken, der durch einen sündteuren Einteiler blitzt. Dazu eine Geschichte: Die Armreifen seien der einzige Schmuck, den sie für die Reise eingepackt hat, schreibt sie. Und den Einteiler habe sie immer wieder daheim anprobiert, weil sie sich schon so darauf gefreut hat, ihn zu tragen.

Die Autorin hat Geld bekommen, damit sie diesen Eintrag schreibt. Nicht vom Medium, für das sie arbeitet, sondern von der Schmuckfirma, von der die Armreifen kommen. Der Hersteller bezahlt sie dafür, den Schmuck auf Fotos zu tragen und darüber zu schreiben. Auch am transparenten Einteiler verdient die Autorin. Wer auf die Produktfotos klickt, die unter der Geschichte stehen, landet in einem Online-Shop. Wenn dort jemand den Einteiler kauft, wird ihr das vergütet. Zehn Prozent, vielleicht 20 Prozent vom Kaufpreis. Das verrät man nicht, wenn man Modebloggerin ist.


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