Erlebnisse fürs Wochenende

Landpartie

Landleben | GP | aus FALTER 12/16 vom 23.03.2016

Der Bärlauch ist heraußen! Eingeweihte warten schon jedes Jahr darauf: Wann denn in den Murauen in Mureck, direkt an der slowenischen Grenze, endlich die duftenden Büschel herauskommen. Ganze Wiesen sind dann voll von Bärlauch, viele Menschen kommen extra zum Pflücken her.

Der Beutegang lässt sich wunderbar in einen Spaziergang im zweitgrößten Auwald Österreichs integrieren. Man startet beim Erlebnisbad Mureck bzw. der nahe gelegenen Schiffsmühle. Angeblich ist sie die einzige schwimmende und funktionierende Mühle Mitteleuropas in traditioneller Bauweise. 1997 nach alten Plänen erbaut, wurde sie bisher viermal von Hochwasser zerstört. Doch sie gibt nicht auf: An 240 Tagen im Jahr wird hier Getreide vermahlen.

Wer gern weit geht, kann von hier aus auch bis Spielfeld marschieren. Das sind circa 15 Kilometer oder vier Stunden. Auf der gesamten Strecke bildet die Flussmitte der Mur die Grenze zwischen Österreich und Slowenien.

Oder man wählt den kleineren Au-Rundgang, der hin durch den Wald, zurück die Mur entlangführt. Unterwegs lauscht man dem Klopfen der Spechte, kommt zu einem schon etwas lädierten Hochsitz und balanciert über umgestürzte Baumriesen.

Nach etwa eineinhalb Stunden führt einen der Weg zurück zur Mühle und zum Restaurant Mühlenhof. Der tischt natürlich auch gerade Bärlauchgerichte auf. Drinnen ist es urgemütlich, aber jetzt kann man hoffentlich auch schon draußen sitzen und die Mur rauschen hören.

Restaurant und Mühle: www.schiffsmuehle.at

MURAUEN, MURECK

Warum dorthin?

Weil in Österreichs zweitgrößtem Auwald jetzt der Bärlauch sprießt

Wo essen?

Im Restaurant Mühlenhof

Was noch?

Die Schiffsmühle und den Murecker Rathausturm mit seinen 16 Steinreliefs aus dem 16. Jahrhundert anschauen


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