"Ich habe von den Feministinnen profitiert"

Die unabhängige Präsidentschaftskandidatin Irmgard Griss hat Waldheim gewählt, fordert eine Ganztagsschule für alle Kinder und kann sich ein Kopftuch in der Hofburg vorstellen

Politik | Interview: Nina Horaczek | aus FALTER 12/16 vom 23.03.2016

Sie ist die One-Woman-Show in diesem Bundespräsidentschaftswahlkampf. Irmgard Griss, Juristin und pensionierte Richterin am Obersten Gerichtshof, wurde einer breiten Öffentlichkeit im Jahr 2014 als Leiterin der Hypo-Alpe-Adria-Untersuchungskommission bekannt.

Nun kämpft Griss, 69, als unabhängige Kandidatin ohne eigenen Parteiapparat im Hintergrund um das Amt der Bundespräsidentin. Gewinnt sie die Wahl, wäre sie die erste Frau und auch die erste unabhängige Bundespräsidentin in der Hofburg.

Der Falter traf Griss, die in Wien und in Graz ihre Wohnsitze hat, zum Gespräch im Café Engländer im ersten Bezirk, gleich ums Eck von ihrer Wiener Wohnung. Etwa 630.000 Euro Spendengelder hat die umtriebige Juristin bereits gesammelt, damit sich auch Wahlwerbung ausgeht, müsste eine Million Euro zusammenkommen.

Falter: Flüchtlingsbewegungen, Krise der Institutionen, Kriege und Terrorismus. Wir leben in unsicheren Zeiten. Birgt das Experiment einer unabhängigen Kandidatin für das Bundespräsidentenamt,


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