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Zeit für Streik: Die Onliner machen Ernst


Benedikt Narodoslawsky

Medien | aus FALTER 13/16 vom 30.03.2016

Die Belegschaft von Zeit online, der Nachrichtenseite der renommierten deutschen Wochenzeitung Die Zeit, kündigte vor Ostern Streikmaßnahmen an.

Wie die taz berichtet, spießt es sich beim Gehalt. Die Printjournalisten der Zeit sollen pro Jahr durchschnittlich rund 10.000 Euro mehr verdienen als ihre Onlinekollegen.

Die Onliner fordern nun vom Verlagshaus, ihr Gehalt den Printjournalisten anzugleichen. Doch der Verlag bremst.

Das letzte Angebot, das der Arbeitgeber auf den Verhandlungstisch legte, lautete: eine Gehaltssteigerung um sechs Prozent im nächsten Jahr. Die Mitarbeiter wollen sich damit nicht abspeisen lassen und wollen mehr vom großen Kuchen. Denn entgegen dem Medienabwärtstrend geht es dem Zeit-Verlag wirtschaftlich gut.

Dem Online-Branchenmagazin turi2 zufolge sind noch mehrere Streitpunkte ungelöst -neben der Gehaltshöhe auch der Beitrag zur Presseversorgung, Vertragsentfristungen, das 13. Monatsgehalt und die Bezahlung studentischer Mitarbeiter.

Während der Verlag weiterverhandeln will, wollen die Onliner nach monatelangen ergebnislosen Verhandlungen zum letzten Mittel greifen. Die Gewerkschaft Verdi unterstützt sie. Kommt der Warnstreik, geht Zeit online offline.

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FALTER 12/19
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