Digitalia

IT-Kolumne

Anna Goldenberg | aus FALTER 13/16 vom 30.03.2016

Ein naher Verwandter, Marke pensionierter Akademiker, bekam kürzlich sein erstes Smartphone geschenkt. Er solle sich selbst "orten" können, begründete seine Angetraute die großzügige Entscheidung, ihm ihr altes iPhone zu überlassen. Noch am Tag der feierlichen Übergabe geriet sie allerdings in Panik: Kurz zuvor hatte er stolz angerufen; nun sei er nicht erreichbar. Die Verfasserin dieser Zeilen wurde deshalb auf Recherche geschickt. Es stellte sich heraus, dass der nahe Verwandte das iPhone versehentlich ausgeschaltet hatte.

Als der pensionierte Akademiker bat, einen stimmungsvollen Klingelton zu installieren, verkündete man voll digitaleinheimischem Stolz, das sei sofort erledigt: Einfach die Jazz-CD überspielen und fertig. Erst eine gute halbe Stunde später, nach der Lektüre mehrerer Internettutorials, begriff man, dass das Musikstück auf eine Länge von 40 Sekunden geschnitten, in ein Klingeltondateiformat umgewandelt und erneut importiert werden musste. Durch pensionierte Akademiker kann man jede Menge lernen.


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