Kunst Kritiken

Wenn die Zuschauer zu Geistern werden

Lexikon | NS | aus FALTER 13/16 vom 30.03.2016

Wie sieht eine Ausstellung aus, die eine "antielitäre Inszenierung" sein soll? Die Gruppenschau "Opera publica" im Künstlerhaus, in der immerhin 40 Positionen zu sehen sind, ist unglücklich in den linken Flügel des Erdgeschoßes gequetscht. Das "Öffentliche" ist dabei ein weites, allzu weites Feld. Witzig gleich zu Beginn Salvatore Viviano, der in der Fotoserie "Paparazzi" sein Gesicht verbirgt. Im Hauptsaal lassen Anna Mitterer und Matthias Buch billige Rahmenkonstruktionen so von der Decke hängen, dass ein Raum entsteht. Dazu passen die geisterhaften Langzeitbelichtungen aus Kinosälen aus der Serie "Audiences" von Paul Schneggenburger. An solchen roten Fäden mangelt es der sympathischen Schau aber insgesamt leider.

Künstlerhaus, bis 17.4.


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