Komplizen des Terrors

Mit kaum einer Nachricht lässt sich so gute Quote machen wie mit Attentaten. Über die Faszination der Angst

Medien | Essay: Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 13/16 vom 30.03.2016


Illustration: P. M. Hoffmann

Illustration: P. M. Hoffmann

Vergangenen Dienstag weckte mich meine Freundin um 5.30 Uhr, um sich zu verabschieden. Sie musste zum Flughafen, Flug nach Brüssel. Um 8.56 Uhr läutete mein Handy. Ob es ihr gutgehe, fragte mein Bruder per SMS. „Sie ist nicht in Brüssel, oder?“

Das Herz pumpt schneller, wenn man so etwas liest. Man hat den Laptop schneller aufgeklappt als sonst. ORF.at, Anschlag am Brüsseler Flughafen, Explosionen, Tote. Anruf auf ihrem Handy. „Herzlich willkommen! Der von Ihnen gewählte Gesprächspartner ist im Moment nicht erreichbar. Bitte probieren Sie es etwas später noch einmal.“ Was denkt man in so einem Moment?


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige