Städte in Angst. Wollt ihr die totale Überwachung?

Nach den Anschlägen in Paris und Brüssel haben Smart-City-Konzepte Hochkonjunktur. Bürger können auf Schritt und Tritt verfolgt werden. Über Überwachungsfantasien und die Schattenseite intelligenter Städte

Politik | Bericht: Adrian Lobe | aus FALTER 13/16 vom 30.03.2016

Fußgänger, die durch eine Unterführung in das SAP Center der San José Sharks in San José laufen, erleben ein wahres Lichtspektakel: Bunte Kreisringe, die wie Seifenblasen einer fremden Galaxie aussehen, illuminieren die Pfeiler und Decken der Unterführung. Je nachdem, wie schnell man geht oder wie laut man am Handy telefoniert, ändern sich Form und Farbe der Kreise. Sensoren messen die Geschwindigkeit und Lautstärke und passen daraufhin das Design mit 35 verschiedenen Lichtreaktionen an.

Die Installation "Sensing You" stammt von dem Bildkünstler Dan Corson. Noch handelt es sich dabei um Kunst. Doch bald könnte daraus bittere Realität werden. Die "intelligenten" Städte von morgen verfolgen ihre Bürger auf Schritt und Tritt. Sie messen Verkehrsflüsse, Fußgängerströme und leiten daraus Bewegungsmuster ab.

Chicago hat im Rahmen des Projekts Array of Things 50 Sensoren an Laternenpfahlen installiert, die in Echtzeit Luftqualität, Lärm und Vibration - etwa durch vorbeifahrende


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