7 Sachen, die Sie über den APRILSCHERZ nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 13/16 vom 30.03.2016

Woher kommt der Brauch, Leute in den April zu schicken, eigentlich?

Geklärt ist die Herkunft des Aprilscherzes nicht, aber die Redensart "in den April schicken" tauchte erstmals 1618 in Bayern auf.

Und warum narrt man einander ausgerechnet am 1. April?

Dazu kursieren verschiedene Theorien. Deutsche Ethnologen meinen, der Brauch gehe auf den germanischen Stamm der Narister zurück, die im zweiten Jahrhundert die Tradition der Lügenstrafe lebten.

Lügenstrafe?

Fiel ein Narister in Ungnade, war jeder Stammesangehörige angehalten, auf keine seiner Fragen mit der Wahrheit zu antworten.

Und was hat das mit Aprilscherzen zu tun?

Als die Narister in einer Schlacht den Römern unterlagen, übernahmen die den Brauch und narrten die Narister jedes Jahr an deren Kapitulationstag: dem 1. April.

Werden an diesem Tag weltweit Streiche gespielt?

Sagen wir so: Aprilscherze haben inzwischen in vielen Ländern Tradition. In Spanien und Lateinamerika wird etwa der Día de los Santos Inocentes (Tag der unschuldigen Kinder) praktiziert - allerdings am 28. Dezember.

Gibt's auch traditionelle Streiche?

Definitiv. Etwa unsinnige Besorgungsaufträge, wie die Beschaffung von Haumiblau ("Hau mich blau") oder Ibidum ("Ich bin dumm").

Und bekannte Aprilscherz-Opfer?

Aber sicher doch! FPÖ-Chef H.-C. Strache und Ex-Wrestler Hulk Hogan.


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