Pop Tipp

Kunstiger Riot-Pop mit Ecken, Kanten und Groove

Lexikon | GS | aus FALTER 13/16 vom 30.03.2016

Zur Welt kam Mary Ocher 1986 in Moskau, aufgewachsen ist sie in Tel Aviv, inzwischen lebt sie seit Jahren als Künstlerin, Musikerin und Bohemienne in Berlin. "War Songs" hieß ihr Debüt 2011 passend; "Eden" war als Titel des Nachfolgers eine bewusste Irreführung. Nach Paradies klingt hier nämlich eher gar nichts. Mit raumgreifender, mal tiefer, dann wieder schneidender und durchaus etwas bedrohlicher Stimme bewegte sich Ocher in der Vergangenheit zwischen Kunstlied, Schlafzimmer-Bastelei, Klavierballade, Riot-Pop und Indierock der PJ-Harvey-Schule. Ihr kürzlich erschienenes aktuelles Album "Mary Ocher + Your Government" präsentiert Ocher in neuem Gewand: stark dem Rhythmus zugeneigt, krautig, wavig, lässig - und bei aller Grundsprödheit zugänglich wie nie zuvor. Ein eigenwillig-tolles David-Bowie-Cover ist auch mit dabei.

Brut, Fr 21.00


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