Nachgesehen Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Umsatzeinbußen und Schlägereien am Wiener Westbahnhof

Politik | Simon Seher | aus FALTER 13/16 vom 30.03.2016

Seit Dezember fahren die Fernzüge der ÖBB aus dem Westen den Hauptbahnhof an. Was anfangs durch das Weihnachtsgeschäft kaschiert wurde, zeigt sich jetzt umso mehr: Unternehmer beklagen Umsatzeinbußen am Westbahnhof. Auf Nachfrage geben einige im Vergleich zum Vorjahr ein Minus zwischen 20 und 70 Prozent an.

Der Northland-Store etwa wird den Mietvertrag nicht verlängern. Früher verkaufte man pro Tag fünf Jacken, heute sei es gerade noch eine.

Dazu beklagen die Angestellten die steigende Kriminalität. In den Abendstunden komme es beinahe täglich zu Schlägereien zwischen Flüchtlingen, erzählt eine Starbucks-Mitarbeiterin. Viele Flüchtlinge würden sich wegen des Gratis-WLAN dort aufhalten, sagt die Polizei. Dennoch gäbe es keine große Veränderung der Kriminalstatistik.

Einzig das private Bahnunternehmen Westbahn freut sich, im Vergleich zum Vorjahr hat es 10 Prozent mehr Fahrgäste.


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