Seinesgleichen geschieht Der Kommentar des Herausgebers

Der Terrorismus aller gegen alle. Über ein Lebensgefühl

Falter & Meinung | Von Armin Thurnher | aus FALTER 13/16 vom 30.03.2016

Unseres ist das Zeitalter der Angst und des Schreckens. Nach jedem Attentat Medienhysterie. Sie ist ein Geschäftszweig, wie der IS-Terrorismus. Sie steigert Quoten, Klickraten und Aufmerksamkeitspegel. Terroristen möchten Angst säen. Die schlimmste Strafe für sie wäre Gleichmut.

Nach den Anschlägen auf Charlie Hebdo durfte man sich als Medienmensch bedroht fühlen und traf Sicherheitsmaßnahmen. Man war froh, als einen die Polizei kompetent beriet. Man weiß, sie vermag einen nur sehr begrenzt zu schützen. Wir sind verwundbare Wesen. Auf einmal merkt man, dass das Sprechen auch etwas kosten kann; allzu leicht haben wir uns angewöhnt, dass jeder daherreden kann, was er will, es heißt nichts und zieht nichts nach sich. Das mulmige Gefühl war aber bald verflogen.

Unser Zeitalter ist terroristisch. Es gibt keine gerechten Begründungen dafür, dass jemand von einem anderen einfach ins Jenseits gesprengt wird. Man kann keine Einwände dagegen vorbringen. Es ist einfach nicht fair. Man


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