Mehr als nur ein Parkplatz

Vor dem Schloss Schönbrunn ist ein Abstellplatz für Autos und Busse in Planung. Es gäbe Alternativen zur Blecha nsammlung


Ortsbegehung: Stefanie Panzenböck
Feuilleton | aus FALTER 13/16 vom 30.03.2016

Parkplätze sind notwendige Übel. Je attraktiver die Orte, an die sie angeschlossen sind, desto größer müssen sie sein. Ein ästhetisches Paradox, denn sie selbst fallen so gut wie nie durch ansprechende Gestaltung auf. Sie sind, ähnlich wie Tankstellen, Nichtorte mitten in der Stadt. Man tut so, als wären sie gar nicht da, anstatt sie in ein Gesamtkonzept einzubetten.

Das geschieht aktuell gegenüber dem Schloss Schönbrunn. Der Parkplatz neben der U-Bahn-Station soll auf das gesamte Areal des ehemaligen Union-Sportzentrums ausgedehnt werden und 230 Pkw sowie 72 Reisebussen Abstellflächen bieten. Erst bei der Schlossbrücke sollen die Besucher ein Empfangszentrum erreichen, nachdem sie minutenlang an meterhohen Reisebussen vorbeigelaufen sind.

Die Hietzinger Bezirksvorsteherin Silke Kobald (ÖVP) ist dagegen sowie auch der Bauausschuss des Bezirks, in dem Vertreter von SPÖ und Grünen sitzen. Die Stadtregierung und die Schloss Schönbrunn Betriebsgesellschaft, die den Umbau bezahlen

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