Wenn ein Vogel nach einem Nazi und der Mann an der Tanke Elvis heißt

Feuilleton | Klaus Nüchtern | aus FALTER 13/16 vom 30.03.2016

Bücher mit Vögeln im Titel und/oder auf dem Cover liegen im Trend. Den Anfang machte vor drei Jahren die US-Schriftstellerin Donna Tartt mit ihrem 1000-Seiten-Wälzer "Der Distelfink". Dann kam die Britin Helen McDonald mit ihrem überraschenden Bestseller "H wie Habicht", der Falknerei und Vaterverlust zusammenbrachte. Diesen Bücherfrühling nun tritt Juli Zeh mit einem Kampfläufer auf dem Umschlag ihres Romans "Unterleuten" gegen den "Mauerläufer" an, das späte Debüt der Amerikanerin Nell Zink (Jg. 1964).

Der keine 200 Seiten umfassende Roman ist eindeutig das schlankste der genannten Werke, es ist aber auch das unkonventionellste. "Ich schaute gerade auf die Karte, als Stephen plötzlich ausscherte, gegen den Felsen schrammte und die Fehlgeburt verursachte." So lautet der erste Satz des im amerikanischen Original bereits vor zwei Jahren erschienenen Buches.

Das Interesse Stephens gilt aber nicht so sehr Tiff(any), mit der er seit kurzem verheiratet ist, sondern dem angefahrenen


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