Musiktheater Kritik

Putiwler Feldzug gegen Polowetzer Breakdancer

Lexikon | HR | aus FALTER 13/16 vom 30.03.2016

Alexander Borodins "Fürst Igor" ist mit seinen Rimski-Korsakowschen Orientalismen in der Welt der Polowetzer eine aufwändige Angelegenheit für Chöre, Ballett und Orchester samt Extrabläsern in den Logen. Die Gesangspartien wurden von Sebastian Holecek in der Titelrolle, auch von Melba Ramos als schwermütige Gattin Igors oder von Martin Winkler, der ihren schweinischen Bruder Galitzky komödiantisch auf die Bühne bringt, souverän gemeistert. Schade, dass in der deutschen Fassung Melos und russophiles Pathos des Originals verwässert und etwas peinlich wirken. Nach martialischem Residenz-Kriegsprolog und folkloristisch inszeniertem Polowetzer Fest im Sonnenblumenfeld weist auch der klug gekürzte zweite Teil der der Oper musikalisch durchaus starke Momente auf.

Volksoper, Fr, Mo, Do 19.00 (bis 24.4.)


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